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	<title>Uncategorized - blog</title>
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		<title>Mit dem 9‑Euro-Ticket zum Pizza Essen nach Köln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jul 2022 17:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Idee trieb mich schon etwas länger rum, gestern wurde sie umgesetzt.Einmal mit dem 9‑Euro-Ticket quer durch Deutschland, mit dem ersten Zug los, abends zurück. Der ursprüngliche Plan war, von Leinefelde über Göttingen, Elze, Löhne nach Düsseldorf zu fahren. Von dort sollte es rheinaufwärts nach Koblenz und via Gießen, Kassel und Leinfelde zurück nach Niederorschel gehen.Das ganze sollte um 4:20 Uhr mit einem sieben Kilometer-Fußmarsch zum Bahnhof starten und so gegen 20:45 Uhr enden. Heimwärts waren es nur 1,5 Kilometer...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/mit-dem-9-euro-ticket-zum-pizza-essen-nach-koeln">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="236" src="https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/koeln_hbf-1024x236.jpg" alt class="wp-image-240" srcset="https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/koeln_hbf-1024x236.jpg 1024w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/koeln_hbf-300x69.jpg 300w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/koeln_hbf-768x177.jpg 768w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/koeln_hbf-1536x354.jpg 1536w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/koeln_hbf-2048x471.jpg 2048w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/koeln_hbf-604x139.jpg 604w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"></figure>



<p>Die Idee trieb mich schon etwas länger rum, gestern wurde sie umgesetzt.<br>Einmal mit dem 9‑Euro-Ticket quer durch Deutschland, mit dem ersten Zug los, abends zurück.</p>



<p>Der ursprüngliche Plan war, von Leinefelde über Göttingen, Elze, Löhne nach Düsseldorf zu fahren. Von dort sollte es rheinaufwärts nach Koblenz und via Gießen, Kassel und Leinfelde zurück nach Niederorschel gehen.<br>Das ganze sollte um 4:20 Uhr mit einem sieben Kilometer-Fußmarsch zum Bahnhof starten und so gegen 20:45 Uhr enden. Heimwärts waren es nur 1,5 Kilometer Fußmarsch.</p>



<p>Der Regionalexpress (Baureihe 612, Bombardier RegioSwinger) nach Göttingen war pünktlich und schon gut gefüllt. Ich habe zwar ohne weiteres nen 2er Platz für mich bekommen, aber ich hatte mit nicht ganz so ner hohen Auslastung gerechnet.</p>



<p>In Göttingen waren ca. 40 Minuten Aufenthalt geplant, die sich um fünf Minuten verlängerten und dann war der schöne Plan Geschichte. Der geplante Metronom war mit 20 Minuten Verspätung aus Hannover kommend angekündigt, was dann meinen Anschluss in Elze verunmöglichte.<br>Also den DB Navigator bemüht und statt in den Metronom Richtung Uelzen ging es in die NordWestBahn (Bombardier Talent) nach Altenbeken . Der Plan ging dann weiter über Herford nach Köln, dann mal weiterschauen.<br>Die NWB war quasi leer bzw. für einen Samstag morgen ganz normal gefüllt.<br>In Altenbeken hatte ich Zeit, ein paar Brötchen zu kaufen und einen Blick auf das Altenbekener Viadukt zu werfen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="563" src="https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_090215-1024x563.jpg" alt class="wp-image-241" srcset="https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_090215-1024x563.jpg 1024w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_090215-300x165.jpg 300w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_090215-768x423.jpg 768w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_090215-1536x845.jpg 1536w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_090215-2048x1127.jpg 2048w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_090215-491x270.jpg 491w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"></figure>



<p>Von Altenbeken ging es mit der eurobahn (Stadler Flirt) nach Herford. Der Zug war auch etwas voller als normal üblich, aber ich hatte auch hier eine Vierer-Gruppe für mich. Der Zug sammelte durch die längeren Ein/Aussteigezeiten ein paar Minuten Verspätung an, die aber ob der ausreichend langen Umsteigezeit in Herford nicht ins Gewicht fielen.</p>



<p>In Herford wurde der Tag dann interessant. Der Zug von National Express war ein Desiro HC von Siemens. Hierbei werden in einem Zug sowohl einstöckige als auch zweistöckigen Wagons verbaut. Dadurch wirken die Züge nicht so klobig wie die klassischen Doppelstockzüge.<br>Die Fahrgäste am Bahnsteig outeten sich umgehend als blutige Anfänger. Wenn der Wagenstandsanzeiger anzeigt, dass der Zug in den Abschnitten A bis D hält, muss man sich natürlich im Bereich C — D drängeln, während ich im Bereich A zwei Türen für mich alleine hatte — welch Herausforderung. Gerade bei hohem Fahrgastaufkoimmen führt dieses Verhalten unweigerlich dazu, dass der Fahrplan pulverisiert wird. Die Aus/Einsteigevorgänge dauern dort, wo die Trauben vor den Zügen stehen, unverhältnismäßig lang.<br>Aber es ist ja nicht nur das Ein- und Aussteigen, was die blutigen Anfänger auffallen lässt, nein, denn wenn sie dann im Zug sind, stehen sie so in den Türen, dass diese nicht schließen können. Was die Abfahrt dann zusätzlich verzögert. Nach mehrfachen Durchsagen setzte dann tatsächlich sowas wie ein Lerneffekt ein. Trotzdem wurden aus fünf Minuten Verspätung bis zu 20 Minuten.<br>Ich konnte mir jedenfalls ne leere Vierer-Gruppe sichern, hinter mir zog dann ein Jungesellenabschied ein, die bis Düsseldorf ordentlich vorglühten — zum Glück konnte mein Headset das schlimmste wegfiltern. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Zwischen Düsseldorf und Köln hatte ich dann ausreichend Zeit und Ruhe, mir Gedanken zu machen, wie ich den Heimweg gestalten wollte.<br>Die Tour über Koblenz fiel aus, da ich dann irgendwo übernachten müsste.<br>Die Fahrt über Siegen und Gießen nach Kassel um 14 Uhr irgendwas sah prinzipiell gut aus, fiel aber wegen Personalmangels aus.<br>Die Fahrt nördlich am Sauerland entlang, auch 14 Uhr irgendwas hatte eine Stunde Schienenersatzverkehr — worauf ich keinen Bock hatte.<br>Mit dem ICE über die KRM nach Frankfurt und von da nach Kassel war zwar ne gute Option, aber eigentlich wollte ich ja Nahverkehr fahren.<br>Blieb 16:24 Uhr über Siegen, Gießen und Kassel nach Niederorschel. Mit dem kleinen Schönheitsfehler: vier Minuten Umsteigezeit in Siegen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="576" src="https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_145859-1024x576.jpg" alt class="wp-image-243" srcset="https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_145859-1024x576.jpg 1024w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_145859-300x169.jpg 300w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_145859-768x432.jpg 768w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_145859-1536x864.jpg 1536w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_145859-2048x1152.jpg 2048w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_145859-480x270.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"></figure>



<p>Nach einer kleinen Runde durch Köln und einer Pizza am Neumarkt, kam ich zum etwas überlaufenen Bahnhof zurück. Kurzentschlossen stieg ich in den Zug (Pesa Link) nach Mönchengladbach. Da wollte ich zwar gar nicht hin, weshalb ich dann in Horrem wieder ausstieg — um dort in den RE (Bombardier Talent 2) nach Siegen einzusteigen. Das entspannte das Einsteigen und die Platzsuche ungemein — wenn Profis Bahn fahren. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>Wir waren noch nicht in Siegburg angekommen, schon hatte der Zug zehn Minuten Verspätung und ich minus sechs Minuten Umsteigezeit.</p>



<p><em>Kleine Anmerkung: Solche Situationen sind der Grund dafür, dass ich bei meinen üblichen Fahrten die letzte Verbindung am Tag meide</em>.<em> Es reichen ein paar Minuten und die Fahrt endet dann erstmal irgendwo, wo sie gar nicht enden sollte. Da nutzen die besten Hotels auf Bahn-Kosten nichts.</em></p>



<p>Die Verspätung konnte nach und nach etwas abgebaut werden, so dass ich und die anderen Menschen, die sich an der ersten Tür des Zuges drängelten, ca. 60 Sekunden zum umsteigen hatten. Der Zug hielt und sehr viele Bahnreisende unternahmen eine sportliche Auflockerungsübung, bevor es im nächsten Zug wieder rumsitzen hieß. Und wie es immer ist in solchen Fällen — der Zug wartete noch auf einen anderen Zug — also umsonst gerannt.</p>



<p>Weiter ging es mit einem Stadler Flirt von der Hessischen Landesbahn (HLB) nach Gießen. Landschadftlich schöne Gegend, das Siegerland erinnerte mich an m eine dienstlichen Ausflüge in die nicht mehr existierende Siegerlandkaserne 1999.</p>



<p>In Gießen stieg ich dann in den RE nach Kassel um, wieder ein Flirt von der HLB. Der Zug war wieder etwas voller, vereinzelt standen Menschen. Ursache war wohl die Demo zum CSD in Frankfurt am Main. Für viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen war der RE eine ganz gute Möglichkeit, in den Norden Hessens zu reisen. Dementsprechend leerte sich der Zug auch Richtung Kassel.</p>



<p>Von Kassel Wilhelmshöhe ging es dann im Siemens Desiro auf meiner Haus und Hofstrecke nach Leinefelde. Die Pferde, die früh morgens noch schlafend auf der Weide lagen, waren zu der Zeit offensichtlich mit dem Abendessen beschäftigt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Nach ein paar Minuten Aufenthalt in Leinefelde ging es im Bomabrdier Talent 2 der abellio nach Gernrode-Niederorschel. 20 Minuten Fußweg und ich war gegen 23 Uhr zurück am Startpunkt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="319" src="https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_223305-1024x319.jpg" alt class="wp-image-244" srcset="https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_223305-1024x319.jpg 1024w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_223305-300x94.jpg 300w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_223305-768x240.jpg 768w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_223305-1536x479.jpg 1536w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_223305-2048x639.jpg 2048w, https://kelle-online.de/wp-content/uploads/2022/07/20220716_223305-604x188.jpg 604w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"></figure>



<p>Fazit: Kann man mal machen, aber jedes Wochende brauch ich das nicht. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>Die Züge waren recht gut gefüllt, aber fernab von dem, was man zu Pfingsten sehen konnte. Ein Sitzplatz war immer zu finden.<br>Die Pünktlichkeit der Züge war überraschend gut. Einen Anschluss hat es mir zerlegt, aber die acht, die geklappt haben, waren bis auf Siegen total entspannt. Wobei man davon ausgehen kann, dass vier Minuten immer sportlich werden. Also bei 20 bis 30 Minuten Ummsteigezeit sollte man immer locken und entspannt durch Deutschland kommen.</p>



<p>Für die Statistiker: Es waren ca. 850 km Strecke, reine Fahrzeit habe ich nicht ausgerechnet, die DB gewann den Betreiberwettbewerb mit vier Zügen vor der HLB mit zwei Zügen. Die anderen Eisenbahnunternehmen teilen sich mit je einem Zug den dritten Platz.<br>Bei den Herstellern gewann Bombardier mit vier Zügen vor Stadler mit drei und Siemens mit zwei Zügen. Pesa stellte genau einen Zug.<br>Ja, ich weiß, Bombardier gibt es nicht mehr, da die von Alstom übernommen wurden und somit der Name verschwunden ist.<br>ABER: Die Züge der Talent bzw. Talent 2 Reihe sind so alt, und an das Talent 2 Desaster von Bombardier 2008/2009 werde ich jedesmal erinnert, wenn ich am Rangierbahnhoff Wustermark vorbeifahre — das bleiben einfach Boombardierzüge. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>Der alte weiße Mann und das Auto</title>
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		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 May 2022 10:23:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Der ADAC macht eine Umfrage, ob bzw. wie sich die gestiegenen Spritpreise durch den Ukrainekrieg bei den Menschen bemerkbar machen und veröffentlich das Ergebnis.Ein ganz alltäglicher Vorgang — eigentlich. Bis der ADAC dazu einen Artikel auf Facebook veröffentlicht. Okay, dass man bei dem Artikel ein Bild einer Radfahrerin verwendet, ist für manch alten weißen Mann schon eine arge Provokation — und das Ergebnis, dass 28% der Befragten häufiger zum Rad greifen, bringt das Fass zum Überlaufen. Das ganze Repertoire der...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/der-alte-weisse-mann-und-das-auto">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
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<p>Der ADAC macht eine Umfrage, ob bzw. wie sich die gestiegenen Spritpreise durch den Ukrainekrieg bei den Menschen bemerkbar machen und veröffentlich das Ergebnis.<br>Ein ganz alltäglicher Vorgang — eigentlich. Bis der ADAC dazu einen Artikel auf Facebook veröffentlicht.</p>



<p>Okay, dass man bei dem Artikel ein Bild einer Radfahrerin verwendet, ist für manch alten weißen Mann schon eine arge Provokation — und das Ergebnis, dass 28% der Befragten häufiger zum Rad greifen, bringt das Fass zum Überlaufen.</p>



<p>Das ganze Repertoire der alten weißen Männer wird aufgefahren. “Die Grünen…”, “ich lasse mir keine Vorschriften machen…”, “Ökofaschismus”, natürlich kombiniert mit den üblichen Boykottaufrufen bzw. Kündigungsankündigungen gegen den ADAC. Achja, und den Ukrainekrieg als Ursache für die Preisexplosion Ende Februar muss man auch anzweifeln.<br>Und alles nur, weil ein paar Menschen hin und wieder mal aufs Fahrrad statt ins Auto steigen.</p>



<p>Sind (extern induzierte) Veränderungen schon schwer für den alten weißen Mann zu akzeptieren, so geht es jetzt auch noch um sein Heiligtum, das Auto.<br>Das Auto ist für ihn Freiheit, Öffi-Nutzer stinken und Fahrradfahrer sind alles Verkehrsrowdies.<br>Ja, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit kann der alte weiße Mann.<br>Und sein großes Problem: Er kann keinerlei Alternativen zum Auto nutzen. Er kann sich ja nicht selbst seiner Freiheit berauben, stinken will er nicht und ein anständiger deutscher Mann ist ja auch kein Rowdy.</p>



<p>Wie der alte weiße Mann überhaupt die Mobilitätswende überleben will, ist mir total schleierhaft.<br>Die Verbrenner sind abgekündigt, die autonomen Autos sind für 2025 angekündigt. Bis 2035 wird sich die Mobilität dadurch so ändern, dass es überall komplett anders aussehen wird.</p>



<p>Und das unabhängig davon, welche Paretei mit wie vielen Menschen im Bundestag vertreten sein wird.</p>
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		<title>Warum Coviodioten weder denken noch (kritisch) hinterfragen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 16:13:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[covid]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer kennt sie nicht, die selbst ernannten Querdenker, die meinen, durch kritisches hinterfragen und selbstständiges Denken die Wahrheit über Covid gefunden zu haben? Da es mir an einem medizinischen Studium fehlt, wird das jetzt keine medizinische oder epidemiologische Abhandlung. Womit ich in meinem Job aber viel zu tun habe ist Logik und Methoden.Beides reicht, um mal den Schwachsinn, den die #Covidioten fabrizieren, zu durchleuchten. Ich fang mal mit dem Thema Inzidenzen an — sprich den Wert, wie viele Menschen sich...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/warum-coviodioten-weder-denken-noch-kritisch-hinterfragen">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wer kennt sie nicht, die selbst ernannten Querdenker, die meinen, durch kritisches hinterfragen und selbstständiges Denken die Wahrheit über Covid gefunden zu haben?</p>



<p>Da es mir an einem medizinischen Studium fehlt, wird das jetzt keine medizinische oder epidemiologische Abhandlung. Womit ich in meinem Job aber viel zu tun habe ist Logik und Methoden.<br>Beides reicht, um mal den Schwachsinn, den die #Covidioten fabrizieren, zu durchleuchten.</p>



<p>Ich fang mal mit dem Thema Inzidenzen an — sprich den Wert, wie viele Menschen sich in einer Woche bezogen auf 100.000 Einwohner infiziert haben. Dieser Wert wurde immer in Zweifel gezogen, entweder, weil er nicht medizinisch begründet war, weil die Tests nichts taugen, oder weil sowieso nur die Hospitalisierung zählen würde.<br>Seit ein paar Wochen haben das die #Covidioten aber wieder vergessen, und meinen anhand der Inzidenzen von z.B. Israel die Untauglichkeit der Impfungen nachweisen zu können. Die Inzidenz ist also nur als Argument brauchbar, wenn es ins eigene Schema passt. Sowas muss man sich erstmal ausdenken.<br>Ich bleibe bei Israel und den Inzidenzen. Jetzt bemühe ich kurz die Mathematik: Bei einer Wirksamkeit der Impfung von 90% ist damit zu rechnen, dass sich 10% der geimpften Menschen infizieren. 10% von 100.000 Menschen macht 10.000 Menschen, mithin eine maximal mögliche Inzidenz von 10.000. Und jetzt kommen die Covidioten auf die Idee, mit ner 500er Inzidenz (bei ca. 75% Impfquote und 90% Impfschutz) der Impfung die Wirksamkeit abzusprechen. Da hinterfrage ich jetzt mal, was alles schiefgelaufen sein muss, um auf so einen Schwachsinn zu kommen.<br>Ja die Zahlen… Da lief mir heute so ein Pflegefall über den Weg, der die RKI Zahlen von ca. 18.000 Impfdurchbrüchen seit 1.2. nannte, um die Wirksamkeit der Impfung in Frage zu stellen. Mal kurz in meine Tabelle geschaut, den Taschenrechner bemüht und ihn dann mit den 1,6 Millionen Infektionen in der Zeit konfrontiert. “Trau keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast…” — halt das übliche Geblubber der Leerdenker. RKI Zahlen zu Impfdurchbrüchen sind also glaubhaft, die RKI Zahlen zu Infektionen sind gefälschte Statistik. Das Zeug was der Typ raucht, will ich auch mal probieren.<br>Ähnlich gelagert sind die Covidioten auch beim generellen Thema Infektionszahlen, die von einer Bundesbehörde, nämlich dem RKI, hochgelogen werden, um Panik zu schüren. Die Nachbarn vom RKI, das PEI (Paul Ehrlicher Institut), sind natürlich die Quelle der Wahrheit, wenn es um Folgewirkungen bzw. Todesfälle in Zusammenhang mit den Impfungen geht. Auch irgendwie arg schizophren. Wenn sie ja wenigstens behaupten würden, die Zahlen des PEI wären getürkt, in Wahrheit würden sie bei Faktor zehn liegen, würde das ja wenigstens noch logisch Sinn ergeben, aber so…<br>Wobei ich hier noch kurz auf den Fakt eingehen möchte, dass die Covidioten bei jedem Verstorbenen Covid-Erkrankten nach an-oder-mit gefragt haben. Bei den Verstorbenen, die das PEI in seiner Statistik führt, ist aber ohne Untersuchung klar, dass sie AN der Impfung gestorben sein müssen. So weich kann man eigentlich nicht in der Birne sein.</p>



<p>Weg von den Zahlen, hin zu den Tests. Ich wollte mich eigentlich erst über das Thema falsch-negativ und falsch-positiv auslassen, aber das wäre mir zu viel Aufwand für diese Typen, wurde das doch heute im Rahmen einer 2G — 3G Debatte spürbar verkürzt.<br>Ihr erinnert Euch, so vor einem Jahr? Die Tests taugen nichts, weil die Fehlerquote oder überhaupt die mangelnde Eignung.… Den ganzen Schrott halt.<br>In etwa gab es heute folgende Auseinandersetzung:<br>Da Genesene und Geimpfte das Virus ja weiterverbreiten können, werden G2 Veranstaltungen ja zu den reinsten Super-Spreader-Events.<br>Ahja, und warum willst Du dann als ungeimpfter dorthin?<br>Naja, wenn alle getestet sind, kann ja nichts passieren.<br>Du meinst also, die Tests, die letztes Jahr nichs taugten, um ne Pandemie nachzuweisen, sind jetzt sicher genug, um das Gegenteil festzustellen.<br>Die Diskussion war dann auch vorbei.</p>



<p>Die glorreichen Selbst-Denker und Hinterfrager sind zu blöd, sich an ihre “Argumentationsstrategie” von vor 12 bis 15 Monaten zu erinnern. Denn wäre es ihre eigene Strategie, würden sie sich nicht selbst so dermaßen widersprechen.<br>Sie plappern in Wahrheit nur das nach, was ihnen ihre Einpeitscher vorgeben oder was die Bubble hervorbringt.<br><br>Zum Glück wird das Virus hier mal gründlich aufräumen.<br><br></p>
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		<title>Impfneid — Warum?</title>
		<link>https://kelle-online.de/impfneid-warum</link>
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		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 May 2021 17:39:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[In den letzten Tagen lief mir immer wieder ein Wort — bzw. der Kandidat auf das Unwort 2021 — über den Weg: Impfneid. In meinen Augen ist die Diskussion darum, bzw. die Diskussion um “Sonderrechte” für Geimpfte mal wieder ganz großer Schwachsinn.Bei den derzeitigen Reglungen geht es im wesentlichen darum, zweifache geimpfte Menschen mit Genesenen und negativ getesteten Menschen gleichzustellen. Was in der Praxis heißt, man kann ohne Test zum Friseur oder zu irgendwelchen Click&#38;Meet Shopping Angeboten. Da von “Sonderrechten”...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/impfneid-warum">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In den letzten Tagen lief mir immer wieder ein Wort — bzw. der Kandidat auf das Unwort 2021 — über den Weg: Impfneid.</p>



<p>In meinen Augen ist die Diskussion darum, bzw. die Diskussion um “Sonderrechte” für Geimpfte mal wieder ganz großer Schwachsinn.<br>Bei den derzeitigen Reglungen geht es im wesentlichen darum, zweifache geimpfte Menschen mit Genesenen und negativ getesteten Menschen gleichzustellen. Was in der Praxis heißt, man kann ohne Test zum Friseur oder zu irgendwelchen Click&amp;Meet Shopping Angeboten. Da von “Sonderrechten” zu reden, ist schon etwas sehr weit an den Haaren herbeigezogen.</p>



<p>Wen betrifft das überhaupt?<br>Menschen, deren zweite Impfung mindestens 14 Tage her ist. Das sind zur Zeit irgendwas um die 5,6 Millionen Menschen in Deutschland, oder in Prozent ausgedrückt:  ~7% der Gesamtbevölkerung. Zieht man davon die eine Million Menschen ab, die in Heimen wohnen, dazu noch die alten Menschen, die nicht in Heimen leben, aber trotzdem kaum mobil sind, bleiben da recht wenig übrig, vielleicht irgendwas um die vier Millionen Menschen, die das aktiv nutzen können. Zugegeben, die Anzahl wird steigen, aber aktuell brauch ich da nicht neidisch sein.</p>



<p>Was auch Geimpfte nicht können:</p>



<ul><li>in Kneipen und Restaurants gehen</li><li>Theater oder Konzerte besuchen</li><li>Kinos besuchen</li><li>innerhalb Deutschlands touristisch übernachten</li></ul>



<p>weil sämtlich dafür benötigten Einrichtungen sind weiterhin geschlossen.</p>



<p>Der Neid wird dadurch nicht größer. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Bleibt der Blick in die Zukunft.</p>



<p>Wir haben seit ca. einer Woche fallende Inzidenzen, bundesweit liegen wir inzwischen unter 150. Die sinkende Inzidenz kommt nicht nur von der bundesweit geltenden Notbremse, sondern es nimmt auch die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz unter 50 zu. Es kommen zu der Notbremse also andere Faktoren, die die Neuinfektionen nach unten drücken. Sicherlich wird da die immer schneller fortschreitende Impfung einen Teil mit beitragen. Ob bzw. welche lokalen Regeln da noch mit hineinspielen, weiß ich nicht.</p>



<p>Seigt das Impftempo weiter an und sinken die Inzidenzen weiter, gehe ich davon aus, dass Ende Mai bis Mitte Juni ein Großteil der Landkreise unter 50 liegen wird. Wo keinerlei Vorteile der Geimpften gegenüber Ungeimpften eine Rolle spielen werden, da dies rechtlich nicht zu begründen ist — siehe letztes Jahr.</p>



<p>Bei den ca. 50 Millionen bis Ende Juno zu liefernden Impfdosen hätten wir Ende Juno quasi für jeden Menschen in Deutschland eine Impfdosis. Damit sind wir zwar von der Herdenimmunität noch einiges entfernt, aber in England ist man aktuell bei 73 Impfdosen pro 100 Einwohner und die haben erfolgreich gelockert.</p>



<p>Es geht also um die nächsten sechs bis acht Wochen, wo Geimpfte angeblich Sonderrechte hätten.<br>Muss ich deshalb neidisch sein? Ich denke nicht.</p>



<p>Uns fehlen nach Juno noch ca. 35 Millionen Impfdosen zum Erreichen der Herdenimmunität (ich habe da mit 70% der Bevölkerung gerechnet). Damit kommen wir im Bereich Ende August dahin, dass jeder, der sich impfen lassen will, vollen Impfschutz hat. Danach werden, bis auf Großveranstaltungen in Hallen, keinerlei Maßnahmen mehr aufrecht halten zu sein.</p>



<p>Kurzum, Impfneid ist ne schöne Erfindung um fleißig in der Presse aufzutauchen, mich tangiert das ganze eher peripher.</p>



<p>Ich werde entspannt warten, bis meine Hausärztin oder mein Betriebsarzt zwei Dosen übrig hat, und trotzdem Mitte Juno schon in den Urlaub fahren.</p>
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		<title>Die Stadt Braunschweig und der Landkreis Eichsfeld – ein Vergleich zu Corona-Zeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2021 10:14:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurz zu meiner Vita: Ich wurde 1979 im heutigen Landkreis Eichsfeld geboren und machte dort 1998 mein Abitur. Nachdem es mich ein bisschen durch Deutschland getrieben hat, landete ich 2005 in meiner neuen Wahlheimat Braunschweig. Seit März 2020 weile ich wieder im Landkreis Eichsfeld, weil ich dachte, so auf dem Land ist die Zeit der Pandemie einfacher zu verbringen als in der Großstadt, was sich aber irgendwie als nicht ganz so richtig herausstellte. Braunschweig hat ca. 250.000 Einwohner*innen (1.300 Einwohner*innen...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/die-stadt-braunschweig-und-der-landkreis-eichsfeld-ein-vergleich-zu-corona-zeiten">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Kurz zu meiner Vita:</p>



<p>Ich wurde 1979 im heutigen Landkreis Eichsfeld geboren und machte dort 1998 mein Abitur. Nachdem es mich ein bisschen durch Deutschland getrieben hat, landete ich 2005 in meiner neuen Wahlheimat Braunschweig. Seit März 2020 weile ich wieder im Landkreis Eichsfeld, weil ich dachte, so auf dem Land ist die Zeit der Pandemie einfacher zu verbringen als in der Großstadt, was sich aber irgendwie als nicht ganz so richtig herausstellte.</p>



<p>Braunschweig hat ca. 250.000 Einwohner*innen (1.300 Einwohner*innen pro km²) und hat von dörflich geprägten Strukturen bis hin zu typischen Großstadt-Wohnsilos alles zu bieten. Die Wirtschaft reicht vom kleinen Familienbetrieb bis zu Produktionsstätten mit mehreren 1.000 Mitarbeiter*innen.</p>



<p>Der Landkreis Eichsfeld hat ca. 100.000 Einwohner*innen (106 Einwohner*innen pro km²), ist überwiegend dörflich geprägt und hat drei Kleinstädte, wobei Leinefelde-Worbis mit ca. 20.000 Einwohner*innen die größte dieser Städte ist. Wirtschaftlich ist das Eichsfeld durch kleine und mittelständische Betriebe geprägt.</p>



<p>Am 10.10.2020 waren laut RKI im LK Eichsfeld 185 und in Braunschweig 543 Coronainfektionen zu vermelden. Bezogen auf 100.000 Einwohner hatte Braunschweig mit 217 Infektionen ein paar Infektionen mehr als der LK Eichsfeld zu verzeichnen.</p>



<p>Zum 4.4.2021 sind im LK Eichsfeld 5.100 Infektionen und in Braunschweig 4.842 zu vermelden. Bezogen auf 100.000 Einwohner heißt das 5.100 Infektionen im LK Eichsfeld und 1.937 in Braunschweig.</p>



<p>Obwohl beide Regionen Anfang Oktober quasi gleichauf lagen, sieht es nach sechs Monaten drastisch anders aus. Der Frage nach dem Warum möchte ich in diesem Beitrag auf den Grund gehen.</p>



<p>Abstrakt betrachtet dürfte das Infektionsrisiko in einer Großstadt deutlich größer sein als in ländlichen Regionen. Zum einen ist die Einwohnerdichte deutlich höher, zum anderen spielt der Öffentliche Nahverkehr in Großstädten eine deutlich wichtigere Rolle als auf dem Land. Beides führt zu deutlich mehr Kontakten als auf dem Land.</p>



<p>Konkret betrachtet hat aber Braunschweig zwei Vorteile gegenüber dem LK Eichsfeld. Bei den großen Standorten der Firmen VW, VW Financial Services und Siemens ist die Möglichkeit zum Homeoffice (sowohl in absoluten als auch prozentualen Zahlen) eine ganz andere als im LK Eichsfeld. Dazu kommen die TU Braunschweig und die HBK, die konsequent auf Online-Vorlesungen umgestellt haben. Auch dies ist im LK Eichsfeld so nicht möglich.<br>Beides – Homeoffice und Online-Vorlesungen – reduziert natürlich die Zahl der möglichen Kontakte.</p>



<p>Ob sich beides auf ein glattes Unentschieden ausgleicht, oder ob nach wissenschaftlicher Betrachtung (deutliche) Vorteile für eine der beiden Regionen bleiben, kann ich nicht beurteilen. Aber in meinen Augen fehlt es in beiden Regionen an deutlichen strukturellen Indikatoren, die für oder gegen eine der beiden Regionen sprechen.</p>



<p>Schauen wir auf die Maßnahmen: Bis Oktober galten in beiden Regionen vergleichbare Maßnahmen. Kontaktbeschränkungen, Aufforderung zum Homeoffice, Pflicht zum Tragen des MNS in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften… Das „Übliche“ halt.<br>Mit dem Unterschied, dass in Braunschweig recht früh und recht konsequent begonnen wurde, die Einhaltung der Maßnahmen zu kontrollieren. So kündigten Ordnungsamt und Polizei Kontrollschwerpunkte an, z.B. Öffies und Haltestellen, und führten diese Kontrollen auch durch.</p>



<p>An ähnliche Ankündigungen und/oder Kontrollen im LK Eichsfeld kann ich mich nicht entsinnen.</p>



<p>Ende Oktober – noch vor der Ankündigung des Lockdown light — Braunschweig war unter der 50er Inzidenz, wurde eine Maskenpflicht ab den 1.11. in Teilen der Innenstadt angekündigt. Im LK Eichsfeld, damals bei der Inzidenz schon über 50, passierte nichts.</p>



<p>Neben dem Lockdown light wurde in Braunschweig dann ab Anfang November die Maskenpflicht umgesetzt und entsprechend kontrolliert.<br>Der LK Eichsfeld setzte den Lockdown light um und das war es dann erstmal.</p>



<p>Bis Weihnachten stiegen in Braunschweig die Inzidenzen, meist waren sie im Bereich 60 bis 80 mit einigen Ausreißern über die 100, wobei es auch Ausreißer unter die „magische“ 50 gab. In der Zeit wurde die Maskenpflicht in der Innenstadt leicht angepasst, Widersprüche (auf der einen Seite der Straße Maskenpflicht, auf der anderen Straßenseite keine Maskenpflicht) wurden beseitigt und es wurde weiterhin konsequent kontrolliert.</p>



<p>Im gleichen Zeitraum stiegen die Inzidenzen im LK Eichsfeld deutlich an. Der Bereich kleiner 100 wurde Ende November endgültige verlassen, Inzidenzen über 400 wurden erreicht. Ab Mitte Dezember lag man komplett über 200.<br>Und es passierte quasi nichts.</p>



<p>Der Landrat Dr. Werner Henning wurde tätig – womit ich mich dem Kern des Problems nähere.</p>



<p>Die hohen Infektionsraten begründete er unter anderem mit sehr umfangreichen Tests im LK Eichsfeld. Dass er damit eine gern genutzte „Argumentation“ der Querdenker übernahm, will ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Aber dass die Ausrede tatsächlich falsch ist, lässt sich leicht belegen. Würde man durch viele Tests die Dunkelziffer der Infektionen reduzieren, würde das tatsächlich zu einer höheren Inzidenz führen. Aber es würde auch dazu führen, dass die Fallsterblichkeit (Anzahl der Verstorbenen geteilt durch die Anzahl der Infizierten) sinkt.<br>Ein Blick auf die Fallsterblichkeiten ergibt für Deutschland aktuell ein Wert von 2,67%.<br>Für den LK Eichsfeld liegt sie aktuell bei 3,82%, für die Stadt Braunschweig liegt sie aktuell bei 2,99%.<br>Wie man mit massiven Tests eine überdurchschnittliche Fallsterblichkeit erreicht, ist mathematisch einfach nicht zu erklären.</p>



<p>Eine weitere Begründung für das Infektionsgeschehen war seitens des Landrats auch gerne der Verweis auf Infektionsausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Diese Ausbrüche in den Heimen gab es, daran ist nichts wegzudiskutieren.<br>Nur wohnen im LK Eichsfeld statistisch gesehen um die 1.100 Menschen in solchen Einrichtungen. Wie man mit 1.100 Menschen, die nicht mal alle infiziert waren, Infektionszahlen von damals deutlich über 3000 begründen will, ist mir schleierhaft. Auf alle Fälle mathematisch unmöglich.</p>



<p>Und dann erlies der CDU-Landrat auch bis kurz vor oder kurz nach Weihnachten drei Verordnungen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.</p>



<p>Mit der ersten schränkte er die Anzahl der Teilnehmer bei Versammlungen ein. Das (politische) Versammlungsgeschehen im Eichsfeld sieht wie folgt aus: Es ist de facto nicht existent. Die letzte „große“ Versammlung, an die ich mich erinnere, war eine Antifa-Demo mit mehreren hundert Teilnehmer*innen in Bornhagen im Mai 2016.<br>Er erließ also eine Verordnung, die keinerlei Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben konnte.</p>



<p>Mitte Dezember gingen dann durch den bundesweiten Lockdown alle Geschäfte bis auf Lebensmittel und Co. zu. Kurz darauf erließ der Landrat eine Verordnung, dass in benannten Einkaufsstraßen im LK Eichsfeld Maskenpflicht herrscht.<br>Was eine Maskenpflicht in leeren Einkaufsstraßen bezwecken soll, ist mir total schleierhaft. Wobei die Einkaufsstraßen im LK Eichsfeld schon unter normalen Bedingungen kaum frequentiert sind.<br>Also die zweite Verordnung, die keinerlei Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben konnte.</p>



<p>Ich glaube kurz nach Weihnachten kam die dritte Verordnung vom Landrat Henning.<br>Ab dem 1.1.2021 müssen sich Besucher*innen in Alten- und Pflegeheimen Schnelltests unterziehen.<br>Tendenziell eine gute Entscheidung, wenn da bloß nicht der Umstand wäre, dass ich meine Großmutter schon wochenlang nicht sehen durfte, da es Besuchsverbote in den Einrichtungen gab.<br>Hiermit bin ich bei der dritten Verordnung, die keinerlei Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben konnte.</p>



<p>Nach Weihnachten kamen dann Ausgangsbeschränkungen (nicht weiter als 15 km vom Wohnort), die aber vom Land veranlasst wurden.</p>



<p>Bis Mitte Februar gab es aus beiden Regionen nichts Besonderes zu vermelden, da die Infektionen durch den bundesweiten Lockdown sanken, was sich bekannterweise Mitte Februar änderte.</p>



<p>Diese bundesweit steigenden und im Eichsfeld stagnierenden Zahlen hinderten den Landrat allerdings nicht daran, zum 22.2. die Öffnung der Schulen und KiTas zu verkünden. Der LK Eichsfeld hatte zu dem Zeitpunkt eine Inzidenz von über 150. Um genau zu sein, der Beschluss wurde an einem Tag gefasst, als die Inzidenz unter 150 lag, zum Tag der Öffnung lag der Wert darüber.</p>



<p>Die Folge war – wen wundert es – steigende Inzidenzen im Eichsfeld, die sich bald wieder der 200 annäherten.<br>Die logische Konsequenz des Landrats war? Genau, er stellte die Veröffentlichung der Zahlen des Gesundheitsamtes ein und verwies auf die Seiten des RKI. Fertig.<br>Begründet wurde dies mit unterschiedlichen Zahlen, bedingt durch Meldewege und ähnliches. Warum man dann die Primärquelle für die Öffentlichkeit schließt, ist mir ein Rätsel.<br>Kurzer Schwenk nach Braunschweig. Im Herbst 2020 war es, da veröffentlichten die Stadt Braunschweig und das Land Niedersachsen für Braunschweig unterschiedliche Inzidenzzahlen, obwohl die Infektionszahlen gleich waren. Nach einem Telefonat zwischen Stadt und Land wurde die Ursache gefunden. Das Land arbeitete mit Einwohnerzahlen, die vom statistischen Landesamt kamen, die Stadt nutzte relativ aktuelle Zahlen aus dem Melderegister. Lösung: Die Stadt nutzte ebenso die Zahlen vom statistischen Landesamt und alle Unklarheiten waren beseitigt.</p>



<p>Im März lockerte die Stadt Braunschweig die Maßnahmen, da die Stadt weiterhin unter einer Inzidenz von 100 lag. Im LK Eichsfeld passierte dahingehend quasi nichts, da die Inzidenzen zu hoch waren und weiter stiegen. Um den 20. März war man wieder über 200, wo dann eigentlich mal Zeit gewesen wäre, über schärfere Maßnahmen nachzudenken, aber der Landrat entschied sich trotz der hohen und weiterhin steigenden Zahlen dazu, die Schulen offen zu lassen. Diese Entscheidung wurde dann aber am 22. März wieder kassiert, und mit Verweis auf das Land Thüringen wurden die Schulen zum 24. März wieder geschlossen. Warum man dafür das Land braucht, ist mir schleierhaft.</p>



<p>In Braunschweig stiegen in der Zeit der Inzidenzen auf über 100, was die Stadt dazu brachte, nach drei Tagen mit einer Inzidenz über 100 sämtliche Lockerungen wieder zurück zu nehmen und auch die Schulen weitgehend zu schließen. Dass diese Verfügung am 26. März und damit unmittelbar vor Beginn der Osterferien erlassen wurde, mutet zwar etwas komisch an, aber es betraf mehr als nur die Schulen und das weitere Infektionsgeschehen ist im Voraus halt nicht absehbar.</p>



<p>Was bleibt also, wenn ich auf das letzte halbe Jahr zurückschaue?</p>



<p>In Braunschweig wurden frühzeitig Maßnahmen ergriffen, die weit über das hinausgingen, was die Beschlüsse der Konferenz der Ministerpräsident*innen hergaben und diese Maßnahmen wurden entsprechend kontrolliert. Niedrige Inzidenzzahlen wurden für mögliche Lockerungen genutzt, die aber bei Erreichen definierter Grenzwerte auch umgehend zurückgenommen wurden.</p>



<p>Im LK Eichsfeld hingegen schaute man dem Infektionsgeschehen tatenlos zu. Effektive Maßnahmen wurden keine ergriffen. Maßnahmenverschärfungen kamen nur, wenn es die Landesvorgaben unausweichlich machten. Dafür ergriff der Landrat die Möglichkeit, jede sich bietende Möglichkeit zu Lockerungen zu nutzen, obwohl absehbar war, dass diese das Infektionsgeschehen wieder anheizen und nicht von langer Dauer sein würden. Frei nach dem Prinzip: Der liebe Landrat lockert, das böse Land verschärft.</p>



<p>Dieses unterschiedliche Vorgehen lässt sich auch sehr gut in einer Zahl ausdrücken, nämlich in der Anzahl der Verstorbenen bezogen auf 100.000 Einwohner*innen.<br>In Braunschweig liegt dieser Wert bei 58.<br>Im Bundesschnitt liegt dieser Wert bei 93.<br>Im LK Eichsfeld liegt dieser Wert bei 193.</p>
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		<title>Warum die Corona-App nicht so erfolgreich ist…</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 19:32:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Tage feierte die Corona App 100 Tage Verfügbarkeit. Bei ca. 18,5 Millionen Downloads könnte man von einem Erfolg sprechen, aber andere Zahlen lassen da Zweifel aufkommen.Also redeten die einen die App auf Grund der Download Zahlen schön, die anderen kommentierten die App wegen der deutlich weniger als 10.000 gemeldeten Infektionen in Grund und Boden und hängten natürlich gleicher der Politik das große Versagen an.Dabei kann offensichtlich niemand sagen, woran es hapert.Der Source Code liegt offen, also sind Vorwürfe Richtung...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/warum-die-corona-app-nicht-so-erfolgreich-ist">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Tage feierte die Corona App 100 Tage Verfügbarkeit. Bei ca. 18,5 Millionen Downloads könnte man von einem Erfolg sprechen, aber andere Zahlen lassen da Zweifel aufkommen.<br>Also redeten die einen die App auf Grund der Download Zahlen schön, die anderen kommentierten die App wegen der deutlich weniger als 10.000 gemeldeten Infektionen in Grund und Boden und hängten natürlich gleicher der Politik das große Versagen an.<br>Dabei kann offensichtlich niemand sagen, woran es hapert.<br>Der Source Code liegt offen, also sind Vorwürfe Richtung Überwachungsstaat sinnfrei, die App funktioniert bei mir auf Android ohne Probleme, sie ist auch nicht aufwendig zu bedienen, kosten tut sie auch nichts…<br>Also triviale Gründe kann da niemand vorschieben.</p>



<p>Den Haken den ich sehe, es ist eines der wenigen Softwareerzeugnisse, das ohne jegliche Zielgruppenanalyse erstellt wurde und vertrieben wird.<br>Und hier liegt der Hase im Pfeffer, denn wer installiert sich die App?<br>Ein #Covidiot? Mit Sicherheit nein.<br>Ein Mensch der meint “Ich bin jung und/oder gesund, mir kann da nichts passieren.”? Sehr unwahrscheinlich.<br>Jemand, der oder die meint, zu großen Familienfeiern zu gehen, wohlwissend, dass diese Feiern regelmäßig zu einer Big-Party für Corona werden? Ich glaubs nicht.<br>Menschen, die am Goldstrand, oder wie das Ding da in Bulgarien heißt, Urlaub mit Party machen wollen? Halte ich für ein Gerücht.</p>



<p>Wer also installiert sich die App?<br>Meine These: Es sind vor allem risikobewusste Menschen, die auch während einer Pandemie am öffentlichen Leben teilnehmen wollen bzw. müssen, die wissen, dass AHA nicht nur ne norwegische Band ist und die für das verbleibende Restrisiko die App nutzen, vor allem um ihr eigenes Umfeld zu schützen.</p>



<p>Somit hätten wir die Situation, dass diejenigen, die die App nutzen, sie de facto kaum bräuchten, weil sie sich eh umsichtig verhalten und die Personen mit mangelnder Umsicht, die die App bräuchten, diese nicht installiert haben.</p>



<p>Wie komme ich zu der These?</p>



<p>Seit Verfügbarkeit der App gab es ca. 86.700 Neuinfektionen, von denen 5608 über die App liefen. Das macht einen Anteil von ca, 6,5%.<br>Wir haben in Deutschland ca. 60 Millionen Smartphone Nutzer. Bei den 18,5 Millionen Downloads werden sicherlich nicht alle Installationen aktiv sein, sowie ein Teil auf ausländische Smartphonenutzer entfallen. Wenn da 15 Millionen aktive Installationen bleiben, sind wir bei 25% der Smartphonenutzer, die die App nutzen. Wenn also 25% der Smartphonenutzer nur 6,5% der Infektionen melden, passt da etwas nicht, da die Abweichung zu groß ist.</p>



<p>Wie kann also die Abweichung zustande kommen?</p>



<p>1.) Es müsste sehr viele Infektionen bei Menschen gegeben haben, die keine oder zu alte Smartphones nutzen, mithin Kinder, alte Menschen oder Menschen in prekären Verhältnissen.<br>In dem Bereich gab es zwar einzelne Infektionshotspots, die aber nicht ins Gewicht fallen.<br>Also kann das nicht-Vorhandensein von Smartphones keine schlüssige Erklärung liefern.</p>



<p>2.) Die App müsste überwiegend von Menschen aus Regionen mit geringem Infektionsgeschehen installiert wurden sein.<br>Rechnerisch wäre das sicherlich möglich, nur fehlt diesen Menschen eigentlich die Motivation, die App zu nutzen, eben weil es kaum ein Infektionsgeschehen gibt. Abgesehen davon würde das allen Verteilungswahrscheinlichkeiten widersprechen.</p>



<p>3.) Die Menschen haben die App zwar installiert und aktiv laufen, melden aber ihre positiven Ergebnisse nicht.<br>Theoretisch vorstellbar, aber irgendwie ergibt das keinen Sinn.</p>



<p>4.) Viele Menschen installieren die App, um sie dann nicht zu nutzen.<br>Wenn ich mich nicht komplett verschätze, dürften nur ca. 3 Millionen Apps aktiv genutzt werden, damit die Meldequote von 6,5% plausibel wird. Was wiederum bedeuten würde, dass 15 Millionen Menschen die App installiert haben, um sie dann zu löschen oder nicht zu nutzen. Fünf von sechs Downloads nur Just for Fun? Ich kann es mir nur schwer vorstellen.<br>Da die Architektur der App keinerlei Möglichkeiten für Auswertungen in der Richtung zulässt, kann man hier vortrefflich spekulieren. Ich halte diesen Punkt aber nicht für eine wesentliche Ursache.</p>



<p>Egal wie ich es drehe und wende, ich finde keinen Grund rund um die App, der plausibel das offensichtlich geringe Infektionsgeschehen bei den App-Nutzern erklären kann.</p>



<p>Also schaue ich mir das Infektionsgeschehen an.</p>



<p>Schon seit Ischgl und Heinsberg ist bekannt, dass der Virus gerne bei Partys mitfeiert. Dass der Virus sich in schlecht belüfteten Räumen sauwohl fühlt, ist inzwischen wohl Konsens in der Wissenschaft, was ja auch regelmäßig durch “explodierende” (Familien)Feiern bestätigt wird. Ebenso scheint Konsens zu sein, dass an frischer Luft der Virus nicht so große Chancen hat.<br>Dieses Wissen vorausgesetzt, wozu es nun definitiv kein Medizinstudium bedarf, kann man die Wahrscheinlichkeit, sich selbst zu infizieren, doch sehr deutlich beeinflussen.<br>Die Gruppe von Menschen, die solche Erkenntnisse in ihren Alltag mit einfließen lässt und sich dazu an die AHA Regeln hält, dürfte daher weniger mit Infektionen zu kämpfen haben, als die Gruppe der Menschen, die sich halt nicht an Regeln hält, oder sich trotz besserem Wissens in Situationen mit hohem Infektionsrisiko begibt.<br>Was ja de facto durch die Wirkung der im März getroffenen Maßnahmen und den Folgen von diversen Lockerungen belegt ist.</p>



<p>Wir haben also offensichtlich die App-Nutzer mit einem geringeren Infektionsgeschehen sowie eine Gruppe von Menschen im Alltag, mit einem geringeren Infektionsrisiko.<br>Und wir haben die Nicht-App-Nutzer mit einem höheren Infektionsgeschehen sowie eine Gruppe von Menschen im Alltag mit einem höheren Infektionseisiko.</p>



<p>Und da behaupte ich mal rotzfrech, der Zusammenhang ist zu offensichtlich, als dass er sich nicht auch wissenschaftlich fundierter beweisen ließe. Da mir dazu aber die Daten fehlen, bleibt es bei einer These, die ich hiermit gerne zur Diskussion stelle.<br></p>
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		<title>Hello world!</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2020 15:43:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<title>Der Mobilitätswandel</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2019 15:06:08 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[mobilität]]></category>
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					<description><![CDATA[Während Norwegen auf dem besten Weg ist, ein Land ohne Verbrennungsmotoren zu werden, schwadronieren in Deutschland vor allem die besorgten Bürger und andere Autofahrer darüber, dass die E‑Mobilität ja nur ne Spinnerei der Grünen bzw. von Greta wäre, und dass mit der E‑Mobilität ja nur die deutsche Wirtschaft zerstört werden soll und so weiter und so fort. In die gleiche Kerbe schlägt die AfD, die ja den Diesel als Zukunftstechnologie preist. Dass VW seine letzte Verbrennerplattform 2025 auf den Markt...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/der-mobilitatswandel">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbrennungsmotor-international-101.html">Norwegen</a> auf dem besten Weg ist, ein Land ohne Verbrennungsmotoren zu werden, schwadronieren in Deutschland vor allem die besorgten Bürger und andere Autofahrer darüber, dass die E‑Mobilität ja nur ne Spinnerei der Grünen bzw. von Greta wäre, und dass mit der E‑Mobilität ja nur die deutsche Wirtschaft zerstört werden soll und so weiter und so fort. In die gleiche Kerbe schlägt die AfD, die ja den Diesel als Zukunftstechnologie preist. Dass VW <a href="https://www.elektroauto-news.net/2019/vw-e-mobilitaet-fuer-uns-alternativlos">seine letzte Verbrennerplattform</a> 2025 auf den Markt bringen will, und damit den Verbrenner indirekt für 2040 abgekündigt hat, interessiert die besorgten und unbesorgten Autofahrer natürlich auch nicht.</p>
<p>Damit die besorgten Bürger nicht als totale Zukunftsverweigerer dastehen, verlegen sie sich jetzt darauf, dass die Brennstoffzelle ja die große Zukunft wäre, und E‑Autos eine falsche Entscheidung wären.<br>
Dabei übersehen sie geflissentlich, dass eine Brennstoffzelle aus einer Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie “erzeugt”, die dann die Elektromotoren antreibt. Womit man wieder beim E‑Auto wäre. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Weiterhin übersehen sie, dass weiterhin Akkus in den E‑Autos benötigt werden. Einerseits zur Speicherung der beim Bremsen gewonnenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rekuperation_(Technik)">Energie</a>, andererseits zum generellen Puffern der Energie. Die Brennstoffzelle hat zwar eine gute Dauerleistung, für kurzzeitige hohe Leistung, wie sie zum Beispiel beim Beschleunigen benötigt wird, reicht eine Brennstoffzelle nicht aus. Deshalb wurde beim <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alstom_Coradia_LINT#iLint">iLint</a> von Alstom genau dieses kombinierte Konzept realisiert.<br>
Und zu guter Letzt kommt noch hinzu, dass Wasserstoff nicht natürlich vorkommt. Er “entsteht” als Abfallprodukt in der chemischen Industrie oder muss energie-intensiv erzeugt werden. Also nimmt man elektrische Energie, trennt aus eine chemischen Verbindung den Wasserstoff (natürlich unter enormen Energieverlusten), transportiert den Wasserstoff (unter Energieverlusten) zu nem Auto, wo er wieder unter Energieverlusten in elektrische Energie “gewandelt” wird, um damit nen E‑Motor anzutreiben. Klingt effizient, nicht wahr. Den Strom gleich in den E‑Motor zu ballern, wäre ja viel zu einfach. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Während sich also die deutschen Autofahrer einer wunderbaren Phantomdiskussion über E‑Autos hingeben, verpennen sie sie die nächste und deutlich tiefer greifende Stufe des Mobilitätswandels — das autonome Fahren.</p>
<p>Auch hier wissen die deutschen Autofahrer nämlich ganz genau, dass das entweder nie zu realisieren ist, bzw. wenn es doch klappt, sich nie in Deutschland etablieren wird.</p>
<p>Warum es allerdings doch kommen wird und vor allem realisiert werden muss, will ich folgendem aufzeigen:</p>
<p>Der <a href="https://rp-online.de/leben/auto/news/fuehrerschein-immer-weniger-junge-leute-besitzen-eine-fahrerlaubnis_aid-38535651">Anteil der jungen Führerscheinbesitzer</a> ist im Sinken begriffen. Waren es 2010 noch knapp 86%, so dürfte dieser Anteil letztes Jahr auf unter 80% gefallen sein.&nbsp; Während der Anteil auf dem Land immer noch recht hoch ist, sinkt er in Metropolen wie Berlin inzwischen auf ca. <a href="https://www.asscompact.de/nachrichten/interesse-am-autofahren-bei-jungen-menschen-ungebremst">50%</a>.<br>
Gründe dafür liefert auf verschiedenen Ebenen das Smartphone.</p>
<ul>
<li>Jugendlichen ist ein Smartphone viel wichtiger als ein Auto, gerade wenn es um Statussymbole geht. Nicht dass der Punkt Statussymbol ein nachhaltiges Argument ist, aber es ist nunmal so.</li>
<li>Das Smartphone hat die Kommunikation komplett verändert. Musste man sich früher treffen, um in einer Gruppe etwas zu besprechen, nimmt man heute den Messenger seiner Wahl und macht ne Chatgruppe auf.</li>
<li>Jeder Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen hat eine App im Angebot, so dass es für den Menschen am Smartphone ein leichtes ist, sich darüber zu informieren, wie er von A nach B kommt und dies entsprechend buchen kann.</li>
</ul>
<p>Weiterhin haben sich in den letzten Jahren neue Mobilitätsangebote etabliert.</p>
<ul>
<li>Seit 2013 ist der Fernbusmarkt in Deutschland nicht mehr auf wenige Strecken beschränkt. Mit den Fernbussen kommt man inzwischen für einen schmalen €uro quer durch Deutschland.</li>
<li>Seit 2017 schickt FlixMobility mit dem FlixTrain zum ersten Mal ein ernstzunehmendes privates Angebot im Fernverkehr auf die Schiene.</li>
<li>Beide Punkte führten dazu, dass die DB AG unter Druck geriet und gerade im Fernverkehr massiv Sparpreise auf den Markt wirft.</li>
<li>Die klassische Mitfahrzentrale erhielt durch das Smartphone einen massiven Zulauf, da es das Suchen und Anbieten von Fahrten und die Kommunikation deutlich vereinfachte.</li>
</ul>
<p>Somit hat der (junge) Mensch, der in einer Stadt wohnt, ohne Führerschein und/oder eigenen PKW heutzutage deutlich mehr Angebote von A nach B zu kommen als vor 20 Jahren. Und diese Angebote sind leichter zu nutzen.</p>
<p>Das autonome Fahren wird sich hier in einigen Jahren nahtlos einfügen und genauso von den Menschen genutzt werden, wie sie heute Mitfahrzentralen etc. nutzen.</p>
<p>Der wesentliche Punkt, der das autonome Fahren fordern wird, ist das Wachstum der Städte.&nbsp; Lebte in Deutschland nach dem Krieg noch jeder dritte auf dem Land, so geht die Tendenz inzwischen dahin, dass nur noch jeder <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/662560/umfrage/urbanisierung-in-deutschland/">fünfte</a> auf dem Land wohnt.<br>
Berlin legte zwischen 2011 und 2017 ein Wachstum von über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Berlin#Seit_1950">8%</a> hin, Leipzig legte seit 2011 um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Leipzig#Seit_1990">15%</a> zu und Potsdam war mit über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Potsdam#Ab_1990">13%</a> dabei.&nbsp; Hinzu kommt noch das Wachstum der entsprechenden Speckgürtel.<br>
Dieser Trend ist übrigens nicht spezifisch für Deutschland, sondern ist weltweit zu <a href="https://www.forschung-und-lehre.de/zeitfragen/immer-mehr-menschen-leben-in-staedten-630/">beobachten</a>.<br>
Während die Einwohnerzahlen wachsen, kann aber der Verkehrsraum nicht proportional mitwachsen, was zu einem Verkehrschaos/kollaps führen muss, wenn sich nichts grundlegendes ändert.<br>
Das größte Optimierungspotential bietet hier der PKW. Dieser steht <a href="https://www.presseportal.de/pm/32053/2819936">95%</a> des Tages sinnlos rum, und wenn er mal gefahren wird, sitzen nur <a href="http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/infas_Mobilitaet_in_Deutschland_2017_Kurzreport_DS.pdf">1,5 Menschen</a> im Auto. Somit ergeben sich zwei Ansätze:</p>
<ol>
<li>Reduktion der Standzeit. Der frei werdende Platz kann genutzt werden, um Fußgängern und Radfahrern mehr Raum zu geben und somit den Modal Split zu ändern.</li>
<li>Erhöhung der PKW Auslastung, so dass weniger PKW genauso viele Menschen befördern. Das würde das Verkehrsaufkommen reduzieren und somit Staus und Wartezeiten reduzieren, was zu kürzeren Fahrzeiten führt.</li>
</ol>
<p>Angebote, die diese Ziele verfolgen, gibt es schon.</p>
<ul>
<li>Car-Sharing: Hierbei teilen sich beliebig viele Menschen ein Fahrzeug, so dass hier in erster Linie die Anzahl der Autos reduziert wird, was zur Folge eine deutlich geringer Standzeit des verbleibenden Autos hat. Das <a href="https://carsharing.de/alles-ueber-carsharing/carsharing-zahlen">Wachstum der Nutzerzahlen</a> hier in Deutschland spricht für sich.</li>
<li>Ride-Sharing: Hierbei bieten kommerzielle Anbieter die Möglichkeiten, beliebige Fahrten zu buchen. Der Anbieter versucht seinerseits, mehrere Kundenbuchungen zu einer Fahrt zusammenzufassen, so dass die Auslastung pro PKW deutlich über den oben genannten 1,5 liegt. ioki schafft es in Hamburg inzwischen auf <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Erfolgreiche-E-Taxis-ioki-macht-weiter,sammeltaxen102.html">1,74 Menschen</a> pro Auto.<br>
Längerfristige Statistiken zum Ride-Sharing gibt es noch nicht, da die Dienste alle recht neu sind.</li>
</ul>
<p>Beide Angebote werden in Deutschland massiv von der DB AG, den großen Autoherstellern und großen Nahverkehrsbetrieben wie der BVG und dem VHH vorangetrieben. Das Ziel ist ganz klar in Städten neue und vernetzte Mobilitätsangebote zu etablieren, so dass die Mobilität der Menschen mindestens gleich bleibt, aber die Belastung für die Städte deutlich sinkt. Im Gegenzug werden diese Angebote durch die Städte supported, sei es durch Sondergenehmigungen für Testphasen oder kostenloses Parken für Car-Sharing Nutzer wie in Braunschweig.<br>
So gibt es inzwischen in Hamburg im Straßennetz einen Testbereich für das <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/VW-testet-autonomes-Fahren-in-Hamburg,autonomfahren102.html">autonome Fahren</a>.</p>
<p>Wird in der Zukunft das autonome Fahren technisch realisiert und rechtlich zugelassen, werden die Angebote von Car- und Ride-Sharing wahrscheinlich in einem kombiniertem Angebot aufgehen.<br>
Womit dann die Motivation für einen Führerschein in deutschen Großstädten gegen Null sinken wird.</p>
<p>Spannend werden nur zwei Fragen.</p>
<ol>
<li>Wie wird sich in dem ersten Jahrzehnt des autonome Fahrens das Nutzungsmodell entwickeln? Am Anfang wird das Shared-Modell sehr stark überwiegen, während die Anzahl der klassisch individuell genutzten, autonomen Fahrzeuge recht gering sein wird. Was danach passieren wird — keine Ahnung. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></li>
<li>Wie gut werden die Shared-Modelle mit den Öffis verknüpft? Dies wird sehr stark von den jeweiligen Städten abhängen. Wollen sie viele Straßen pflegen oder wollen sie ein neues Kapitel der Stadtentwicklung aufschlagen?</li>
</ol>
<p>Sollte sich das Shared-Modell mit guter Verknüpfung mit den Öffis durchsetzen, wird es ein mittleres Erdbeben in der Automobilindustrie und diversen anderen Bereichen geben, wogegen die jetzt befürchteten Veränderungen eher der Sturm im Wasserglas sind.</p>
<p>Schaut man auf die jetzige Rumstehzeit und miserable Auslastung der PKW, ist es nicht allzu optimistisch zu sagen, dass man dann mit maximal 20% der PKWs im Vergleich zu heute auskommen wird. Was das für die Produktion und die Zulieferer bedeuten würde, sollte klar sein.<br>
Da es dann wenige Flottenbetreiber geben wird und kaum noch Privatkunden, wäre die Existenz von Autohäusern stand heute auch schon terminiert.<br>
Dem ganzen würden zeitversetzt Werkstätten, Zubehörindustrie, Fahrschulen etc. folgen.</p>
<p>Für die Städte ergäben sich riesige Chancen.</p>
<ul>
<li>So ziemlich alle innerstädtischen Parkplätze können zu Parkanlagen umgestaltet oder für soziale Wohnbebauung genutzt werden.</li>
<li>Parkhäuser können zu Wohn- und Geschäftsräumen (falls man die dann noch braucht) umgestaltet werden.</li>
<li>Sämtliche mehrspurigen Straße können halbiert werden, der frei werdende Raum kann auch wieder für Grünanlagen und/oder soziale Wohnbebauung genutzt werden.</li>
<li>Parkstreifen an Straßen können zu Rad/Fußwegen umgestaltet werden.</li>
<li>Die Belastung der Einwohner durch Lärm und Luftverschmutzung kann massiv reduziert werden.</li>
</ul>
<p>Jedenfalls hat die Gesellschaft in den nächsten zwanzig Jahren eine riesen Chance, ihre Mobiliotät nachhaltig zu erhöhen und gleichzeitig ihr Wohnumfeld deutlich freundlicher und angenehmer zu gestalten.<br>
Ich freue mich schon auf das Miterleben der Diskussionen in ca. zehn Jahren.<br>
Die Jugend und die progressiven jeglichen Alters: Hey cool, ist neu, muss ich ausprobieren!<br>
Der klassische Autofahrer: Das ist Entmündigung, meine Freiheit als Bürger wird mir genommen…</p>
<p>Und zum Glück vergisst das Internet nicht, dann können wir in Zukunft nachvollziehen, wie nah oder fern ich mit dem Text an der Entwicklung liege.</p>
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		<title>Deutschland fucking Autofahrerland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jun 2019 20:33:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[mobilität]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorneweg ein paar grundlegende Sätze. Ich habe seit 1997 meinen Führerschein, war aber nie im Besitz eines eigenes PKW. Zum einen war mir das eigene Auto immer zu kostenintensiv, zum anderen hatte ich, durch meine Umzüge bedingt, jedesmal die Chance, mir eine optimale Konstellation Arbeit — Wohnung — Läden des alltäglichen Bedarfs — Bahnhof zu wählen, so dass ich im Alltag auch nicht auf ein PKW angewiesen bin. Sollte ich trotzdem mal einen PKW benötigen, gibt es inzwischen mit Car-Sharing...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/deutschland-fucking-autofahrerland">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vorneweg ein paar grundlegende Sätze.<br>
Ich habe seit 1997 meinen Führerschein, war aber nie im Besitz eines eigenes PKW. Zum einen war mir das eigene Auto immer zu kostenintensiv, zum anderen hatte ich, durch meine Umzüge bedingt, jedesmal die Chance, mir eine optimale Konstellation Arbeit — Wohnung — Läden des alltäglichen Bedarfs — Bahnhof zu wählen, so dass ich im Alltag auch nicht auf ein PKW angewiesen bin. Sollte ich trotzdem mal einen PKW benötigen, gibt es inzwischen mit Car-Sharing und den klassischen Autoverleihern ausreichend attraktive Möglichkeiten, an einen PKW zu gelangen.</p>
<p>Im Winter beschloss ich, einen meiner Urlaube im Sommer für die Alpenquerung Oberstdorf — Bozen (Teilstrecke des E5) zu nutzen. Da ich lang nicht mehr im Gebirge unterwegs war, wurde der Harz zum Trainingsgelände auserkoren. Der Harz bietet viel für Wanderer und auch Radfahrer, die Wege sind ausreichend gut beschildert und seit der Erfindung von google maps ist sowieso alles ein Kinderspiel. Aber sucht mal nach beschriebenen Wanderwegen: Als Ausgangspunkt wird immer irgendein Parkplatz angegeben. Sei es der am Radau-Wasserfall, beim Torfhaus, Brocken-Benno läuft gerne von einem Parkplatz bei Schierke los und es gibt noch diverse andere Parkplätze. Selten findet man allerdings Angaben wie “Bahnhof” oder “Bushaltestelle”. Somit entsteht ganz unbewusst der Eindruck “Wer im Harz wandern will, ist auf ein Auto angewiesen.”, was aber nur bedingt stimmt. Zumindest im Bereich zwischen Bad Harzburg und Braunlage verkehren Öffis und erschließen zum Teil die entsprechend genannten Parkplätze.<br>
Weiterhin zeugen diese Beschreibungen davon, dass es die Autoren offensichtlich für ausgeschlossen erachten, dass Menschen ohne Auto existieren oder sofern sie existieren, bestimmt nie wandern werden.</p>
<p>Die Alpenquerung habe ich dann bleiben lassen, da zu der geplanten Zeit die Wege zum Teil nicht oder nur unter Lebensgefahr zu passieren waren. Als Alternative nahm ich mir vor, mal von Usedom an der Ostseeküste gen Westen zu laufen.</p>
<p>Ich fang mal mit den Campingplätzen an. Von “Für Fußgänger und Radfahrer vorbildlich” bis hin zu “Gerade so geduldet” habe ich alles erlebt.<br>
Positiv hervorheben möchte ich hier&nbsp;<a href="http://www.camping-greifswald.de/">Camping an der Dänischen Wiek</a> in Greifswald. Dort gibt es Bierzeltgarnituren auf der Zeltwiese, so dass weder Fußgänger noch Radfahrer den Abend auf dem Fußboden verbringen müssen. In einer ehemaligen Telefonzelle liegt ein Mehrfachverteiler und es gibt ein Regal, so dass man unkompliziert sein Phone aufladen kann. Unweit des Platzes befindet sich ein Supermarkt mit den üblichen Öffnungszeiten und im Bereich des Hafens findet man diverse Restaurants, so dass alles, was der Platzbetreiber selbst nicht bietet, in fußläufiger Entfernung zu erreichen ist. Dass die Zeltwiese am Ufer war und die Camper somit die “schlechteren” Plätze haben, ist auch ein passendes Statement. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Während die Situation bei den anderen Plätzen mit Restaurants noch recht gut aussah, haben diese bei den Punkten Sitzgelegenheiten und Ladestationen kaum bis gar nichts zu bieten gehabt. Aber ja, wenn die Menschen mit Auto und Wohnwagen bzw. Wohnmobil ankommen, dann haben die kein Problem damit, Stühle mitzunehmen und das Phone wird über die Autobatterie oder den fast obligatorischen Stromanschluss geladen. Nur fällt das eben für Radfahrer und Fußgänger weg.</p>
<p>Hatte ich erwähnt, dass ich da quasi eine Teilstrecke des Europawanderwegs 9 gewandert bin, die in Teilen parallel zu dem Ostsee-Radweg verläuft? Ist ja nicht so, dass es da keine Wanderer oder Radfahrer gibt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Kommen wir zur Wegeführung an Beispiel Spandowerhagen bei Lubmin.<br>
Die ursprüngliche Führung der Landstraße von Freest kommend führte in das Dorf, machte einen scharfen Haken nach links und verließ das Dorf dann wieder. Um den Verkehr flüssiger zu gestalten und die Bewohner zu entlasten, wurde dann irgendwann eine Ortsumgehung gebaut, die quasi als Hypotenuse mit der alten Straßenführung ein Dreieck bildet, und somit für die Autofahrer den Weg zur vorherigen Führung sogar verkürzt.<br>
Und wie sieht nun die Wegeführung für Radfahrer und Fußgänger aus?<br>
Von Freest aus kommend hat man parallel zur Landstraße einen Rad/Fußweg, der am Beginn der Ortsumfahrung endet. Man wird dann auf die bestehende Zufahrt zum Dorf geleitet und entsprechend über die alte Ausfahrt zurück zum dann wieder beginnenden Radweg.<br>
Während sich also der Autofahrer über verkürzte Wege freut, dürfen sich Radfahrer und Fußgänger entscheiden, ob sie den sichereren und dafür längeren Weg durch das Dorf wählen, oder ob sie sich auf der Ortsumgehung verlustieren wollen.<br>
Das gleiche konnte ich dann nochmal bei Kemnitz erleben, mit dem kleinen Unterschied, dass der Verkehr dort deutlich dichter war.</p>
<p>Die Öffis:<br>
Trennen möchte ich hier erstmal zwischen An- und Abreise zu der Tour, da diese entsprechend geplant werden konnte und der spontanen Nutzung von Öffis vor Ort, wenn ich vom Laufen die Schnauze voll hatte.<br>
Die Anreise von Braunschweig über Berlin und Züssow nach Swinemünde verlief ebenso reibungslos wie meine Abreise von Wismar über Berlin und Erfurt nach Leinefelde. Da keine große Vorlaufzeit für die Tour vorhanden war, gab es halt den Flexpreis mit Bahncard 50. 56 €uro für die Hinfahrt, 62 €uro für die Rückfahrt.</p>
<p>Vor Ort war ich positiv von den Öffis überrascht. Gut, die UBB auf Usedom mit nem 30 Minuten Takt ist ne Bank, da gibt es nichts zu diskutieren. Der Anschluss der Fähre Peenemünde — Freest hat gut gepasst, so dass ich auf dem Fußweg nicht hetzen musste. Die genutzten Busverbindungen haben gut in die Tagesplanung gepasst, preislich waren sie absolut okay und es gab gute Umsteigemöglichkeiten zu anderen Verkehrsmitteln.</p>
<p>Resümee: Es gibt sehr viele schöne Ecken in diesem Land, die man mit eigener Muskelkraft erwandern bzw. erfahren kann. Aber umso öfter man unterwegs ist, umso öfter man mit den Menschen spricht, die man auf den Ausflügen trifft, desto deutlicher wird, wie autofixiert man hier ist und wie unattraktiv es am Ende ist..<br>
Die mangelnde Attraktivität ist nicht in großen Problemen begründet, sondern in der Summe vieler Kleinigkeiten. Diese ließen sich sogar ohne große Aufwände ändern.<br>
Voraussetzung dafür ist aber, dass Verantwortliche mal das Auto stehen lassen, die Schuhe schnüren oder die Fahrradkette schmieren, und mal für zwei drei Tage die Perspektive wechseln.<br>
Während hochalpine Wandertouren zigfach beschrieben sind und sich da die Anbieter und diverse Eigentümer von Gasthöfen dumm und dusselig verdienen, ist der&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Fernwanderweg_E9">E 9</a> an der deutschen Ostseeküste nichtmal ausgeschildert. Wobei es am vermeintlich unattraktiven Flachland nicht liegen kann, wie die Shelter in Dänemark zeigen. Eine zusätzliche und sehr günstige Infrastruktur, gebaut für Radfahrer und Wanderer.</p>
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		<title>Konzerte 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2019 15:01:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
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					<description><![CDATA[17.01. Persistence Tour mit Ignite, Sick of it All, Booze&#38;Glory (Astra, Berlin) 24.01. WIZO (Astra, Berlin) 01.02. Peep Show (Chamäleon Theater, Berlin) 04.02. BillyBio (Coretex, Berlin) 14.03. Rebellion Tour mit Madball, Born from Pain (SO36, Berlin) 19.03. Trollfest, Korpiklaani (Huxleys neue Welt, Berlin) 19.04. ZSK (Astra, Berlin) 20.04. Slime (Astra, Berlin) 23.04. Millencolin (Astra, Berlin) 24.06. BillyBio und Agnostic Front (SO36, Berlin) 27.06. Dream Theater (Tempodrom, Berlin) 29.06. Ignite (KFZ, Marburg) 06.07. Vivid, (Friedrichstadtpalast, Berlin) &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>17.01. Persistence Tour mit Ignite, Sick of it All, Booze&amp;Glory (Astra, Berlin)<br>
24.01. WIZO (Astra, Berlin)<br>
01.02. Peep Show (Chamäleon Theater, Berlin)<br>
04.02. BillyBio (Coretex, Berlin)<br>
14.03. Rebellion Tour mit Madball, Born from Pain (SO36, Berlin)<br>
19.03. Trollfest, Korpiklaani (Huxleys neue Welt, Berlin)<br>
19.04. ZSK (Astra, Berlin)<br>
20.04. Slime (Astra, Berlin)<br>
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27.06. Dream Theater (Tempodrom, Berlin)<br>
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<p>&nbsp;</p>
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