<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>urlaub - blog</title>
	<atom:link href="https://kelle-online.de/category/urlaub/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://kelle-online.de</link>
	<description>Just another WordPress site</description>
	<lastBuildDate>Sat, 25 Jul 2020 14:30:22 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.1.1</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">212635243</site>	<item>
		<title>Südtirol 2015</title>
		<link>https://kelle-online.de/sudtirol-2015</link>
					<comments>https://kelle-online.de/sudtirol-2015#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2015 17:30:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[motorrad]]></category>
		<category><![CDATA[reise]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://georgkellner.wordpress.com/?p=90</guid>

					<description><![CDATA[Anreise Am 24.6. gab es gegen 15 Uhr einen neuen Hinterreifen, die Sachen waren schon gepackt, so dass ich gegen 16 Uhr von Braunschweig gen Eichsfeld aufbrechen konnte. Die 90 Minuten Fahrt verliefen ohne besondere Vorkommnisse, bis auf dass ich mich an den neuen Reifen gewöhnen musste. Der weitere Plan sah vor, am 25.6. in aller Herrgottsfrühe gen Südtirol aufzubrechen. 700 Kilometer Fahrt wollen geschafft werden, und das am besten, bevor die Bettenwechsler den Reschenpass zustauen. Gegen 3:30 Uhr riss...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/sudtirol-2015">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anreise</strong></p>
<p>Am 24.6. gab es gegen 15 Uhr einen neuen Hinterreifen, die Sachen waren schon gepackt, so dass ich gegen 16 Uhr von Braunschweig gen Eichsfeld aufbrechen konnte. Die 90 Minuten Fahrt verliefen ohne besondere Vorkommnisse, bis auf dass ich mich an den neuen Reifen gewöhnen musste.</p>
<p>Der weitere Plan sah vor, am 25.6. in aller Herrgottsfrühe gen Südtirol aufzubrechen. 700 Kilometer Fahrt wollen geschafft werden, und das am besten, bevor die Bettenwechsler den Reschenpass zustauen.<br>
Gegen 3:30 Uhr riss mich ein Gewitter aus dem Schlaf, so dass ich zumindest den Wecker nicht überhören konnte. Eine halbe Stunde später hörte der Regen auf, was ich zum Anlass nahm, meiner Motorradkluft anzuziehen und um 4:15 Uhr zu starten.<br>
Auf der Landstraße ging es über Mühlhausen und Eisenach nach Meiningen, wo ich auf die Autobahn wechselte. Nach einem kurzen Tank- und Kaffeestop bei Mellrichstadt, begann die gefühlt endlose Autobahnfahrerei.<br>
Um 8 Uhr gab es einen Strammen Maxen zum Frühstück, dazu ein Kaffee der mich nicht wirklich wacher machte sowie ein großes Wasser.<br>
Dann ging die Autobahngurkerei bis cirka 10 Uhr weiter, wo ich dann auf die Landstraße wechselte, und dem Navi die Routenplanung überließ, was es zu meiner vollen Zufriedenheit erledigte. Kaum Bundesstraßen, dafür bessere Wirtschaftswege mit lustigen Kurven.<br>
Es ging irgendwie nach Österreich rein, von dort durchs Lechtal, über das Hahntenjoch zum Reschenpass und nach Südtirol “runter”.<br>
In Mals angekommen, war der <a href="http://www.campingmals.it/">Campingplatz</a> schnell gefunden. Einchecken, nach zehn Stunden raus aus den Motorradklamotten, Zelt aufgebaut und Cappuchino bestellt. Alles war nach Plan gelaufen, und ich konnte gegen 15 Uhr mit einem Cappu in der Hand die Berge angucken.<br>
Lang hielt die Ruhe nicht, denn das Stilfser Joch mit seinen berühmt-berüchtigten 48 Kehren ist 35 Kilometer vom Campingplatz entfernt.<br>
Also rein in die Klamotten, ab aufs Mopped und mal kurz am Hahn gedreht, die 48 Kehren hoch, ein Stück bergab, rechts rum, über den Umbrail runter nach Müstair und zum Zeltplatz zurück. Um 17 Uhr war das dann auch erledigt und nach nem kurzen Abendessen ging es in den Schlafsack, der Tag war anstrengend.</p>
<p><strong>Erster Tag</strong></p>
<p>Morgenstund hat Gold im Mund — zum Aufwärmen kurz unter die Dusche gesprungen, ich hatte die Nachttemperaturen etwas unterschätz, ein Cappuchino zum Frühstück, rein in die Motorradklamotten und auf ins Vergnügen.<br>
Das Stilfser Joch war gen 8:45 Uhr bei strahlendem Sonnenschein erklommen. Es ist erstaunlich, wie viele Personen mit Fahrrädern sich diesen Berg hochquälen — und damit den Motorradfahrern im Wege rumstehen/fahren.<br>
Richtung Bormio ging es abwärts, ein großer Teil des Tales lag im Schatten, so dass es spürbar frisch wurde. Kurz vor Bormio bog ich rechts ab, um über Valdidentro nach Livigno zu kommen, der Tank war nämlich ausreichend leer um einen Abstecher n die zollfreie Zone zu machen.<br>
Auf dem Weg dort hoch kam es mit vor, als hätte halb Italien die gleiche Idee, ein Verkehr wie zur Feierabendszeit auf dem Braunschweiger Ring.<br>
In Livigno wurde das gute Super für 1,08 €uronen getankt — für Zigaretten kaufen war keine Zeit, heute stand Motorradfahren auf dem Plan. (In Livignio gibt es übrigens auch Kinder die dem Ball hinterherrennen wenn er auf die Straße rollt — natürlich ohne auf den Verkehr zu achten.)<br>
Über die Schweiz ging es dann wieder nach Süden gen Tirano, was allerdings wieder in Italien liegt. Dort gab es eine eher mittelmäßige aber dafür hausgemachte Lasagne zum Mittag.<br>
Während der Pause beschloss ich, die Tour zur Tour der zehn Zweitausender zu erweitern.<br>
Mit dem Stilfser Joch, dem Foscagno, Forcola und Eire hatte ich schon vier Zweitausender, der <a href="https://georgkellner.wordpress.com/2015/08/02/berninapass/">Bernina</a> und Ofen lagen eh auf dem Rückweg, der Albula ist immer einen Abstecher wert, über den Flüela nach Zernez, wobei ich den mit dem Julier verwechselte, so dass ich in St. Moritz landete, und zu guter Letzt über den Umbrail und das Stilfser Joch zum Zeltplatz.<br>
Der Albula ist schmaler, langsamer und gerade auf der nördlichen Abfahrt sehr verwinkelt. Eigentlich ein schöner Pass, es sei denn, ein Einheimischer beschließt mit seinem Auto Motorradfahrer zu ärgern. Da blieb mir nichts anderes übrig, als mit Kuh doch etwas schneller zu fahren als geplant — weil von einem Auto überholt werden, das geht ja nun gar nicht.<br>
Der Julierpass ist nett zu fahren, guter Straßenbelag, weite Spitzkehren und arschkalt. Also einfach nur drüber, ab ins wärmere Tal.<br>
Die Anfahrt zum Ofenpass hatte sich durch meinen Verwechsler etwas verlängert, meistens langweilige Straßen. Der Ofen selbst ist auch eher unspektakulär, auch kalt, aber gut zu fahren.<br>
Der Umbrail, inzwischen komplett geteert, ist gerade in der Serpentienenbereichen doch eher was für versierte Motorradfahrer. Die Straße ist dort teils nur drei Meter breit, teils sehr steil, da sollte man schon ohne grobe Fehler hochkommen. Gerade wenn einem die obligatorischen Postbusse entgegenkommen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Die Abfahrt vom Stilfser Joch über die 48 Kehren war für mich etwas speziell von den Voraussetzungen. Ich bin die Seite zwar schon öfters hoch, aber bisher nur einmal runtergefahren, bei Nebel, feuchter Straße, ohne Ahnung wie mach Kehren fährt — kurzum — damals vor acht Jahren hatte ich von der Seite die Schnauze voll.<br>
Schlechte Erfahrungen sind aber nunmal dazu da, von positiven ausgelöscht zu werden — also auf ins Vergnügen.<br>
Nach kurzer Zeit waren wir zu dritt. Vorne eine F800R mit einem Italiener, in der Mitte ich mit meiner 1150er GS und hinter mir ebenfalls eine 1150er GS.<br>
Ohne genauer auf die Details einzugehen, die Abfahrt war in Ordnung. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Es ist einfach schön, wenn sich Motorradfahrer zufällig auf der Strecke treffen, und man dann 20 Kilometer fährt, als würde man seit zehn Jahren zusammen fahren.</p>
<p>Gegen 17 Uhr am Zeltplatz angekommen, habe ich mir dann ein paar Knödel mit Pfifferlingen zu Abend gegönnt und mich hingesetzt, diesen Bericht zu schreiben.<br>
Was morgen passieren wird — ich weiß es nicht, mal schauen, was mir so einfällt.<br>
Mist, irgendwer raunte hier gerade Gavia. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><strong>Zweiter Tag</strong></p>
<p>Der Tag fing ganz unberechenbar an. Ich fuhr über das Stilfser Joch nach Livigno zum Tanken. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Halt Stop!<br>
Auf der Abfahrt vom Stelvio überholte ich fünf Tschechen, die mit ihren Oldtimer Jawas unterwegs waren, solche wie mein Vater auch mal eine hatte.<br>
Das sind echte Abenteurer.</p>
<p>Nachdem das Tanken erledigt war, wandte ich mich gen Süden und steuerte den Gavia an.</p>
<p>Der Gaviapass ist meiner Meinung nach der schwierigste und damit auch anstrengendste Pass unter den asphaltierten Straßen der Alpen.<br>
Die Straße ist im Normalfall 2,50 Meter bis 3,50 Meter breit, weißt keinerlei Randbefestigungen auf, und das, obwohl es 20 Zentimeter neben der Straße hunderte Meter in den Abgrund geht und ist grundsätzlich in einem miserablen Zustand.<br>
Die Kurven und Kehren sind eng und unübersichtlich, das dort weidende Vieh nutzt die Straße auch als Verbindungsweg nach nirgendwo und die Folgen von Steinschlägen oder Erdsenkungen findet man in der Regel auch irgendwo.<br>
Wer den Pass das erste Mal fahren will und nicht weiß, wie er auf die Abhänge reagiert, dem empfehle ich von Süden her den Pass anzufahren, da ist man zu 90% am Berg, nur zu 10% am Abhang. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Ich fahr den Gavia gerne, weil er in Summe immer wieder eine Herausforderung darstellt, was Wetter, Straße und das eigene Können anbelangt.</p>
<p>Nach dem Gavia gab es eine leckere Pizza Calzone.<br>
Im Anschluss daran gab es auf dem Weg zum Tonale, ein eher unspektakulärer Pass, eine Lehrstunde in “Man überholt Georg und seine GS nur dann, wenn man wirklich schneller ist.”.<br>
Zwei Slowaken überholten mich heldenhaft auf einer Geraden mit 120 km/h. Klar, wenn mir die Verkehrsregeln komplett egal wären, wäre das nicht passiert, aber man ist ja anständig. Als die Kurven des Tonale kamen, hatte ich beide wieder vor mir. Der Zweite war an der Stelle schon vom Tempo überfordert. Die Linkskurven fuhr er fast mittig an, womit er regelmäßig auf der Gegenspur landete. Nach den Rechtskurven musste er regelmäßig zu seinem Vordermann aufschließen.<br>
War sein Vordermann auf Grund eines Überholmanövers weg, klappte mit den Kurven noch weniger. Er sah es ein und ließ mich vorbei.<br>
Sein Kumpel war schon besser unterwegs. Er fuhr die Kurven sauberer, war aber auch an seiner Leistungsgrenze, also ließ er mich dann auch irgendwann vorbei.</p>
<p>Nur um das kurz klarzustellen: Ich bin weder ein Raser noch will ich jemanden zu irgendwas nötigen.<br>
Allerdings hat man nach 200.000 Kilometern auf einem Motorrad dermaßen viel Erfahrung und Gespür für Kurven und Geschwindigkeiten, da fällt es anderen schwer, mitzuhalten, bzw. das gleiche Tempo zu gehen.</p>
<p>Nach dem Tonale kam der Gampenpass. Kein wilder Pass, ob seiner knapp 1.600 Metern komplett im Wald gelegen, wenig Kehren, viele “normale” Kurven, man könnte sagen, fast wie im Harz.</p>
<p>Für den Rückweg, der von Meran direkt nach Mals gehen könnte, packte ich noch das Penser Joch und den Jaufenpass dran — womit man auch in Meran landet. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Das Penser Joch ist im unteren Bereich etwas winklig in einer Schlucht gelegen, aber ausreichend schnell zu fahren. Dann geht es über lange Strecken entspannt im Tal hinauf nur kurz vor der Passhöhe gibt es noch ein paar Kurven nd Kehren.<br>
Die Abfahrt ist ähnlich entspannt, nur mit ein paar mehr Kehren.<br>
Wer noch nie im Hochgebirge unterwegs war und nen schönen 2000er fahren will, der ist mit dem Penser Joch gut beraten.</p>
<p>Der Jaufenpass gehört auch in die Kategorie der einfacheren Pässe. Die Straße ist gut ausgebaut, die Kehren sind breit, die Kurven größtenteils übersichtlich, es ist nur etwas mehr Verkehr als auf dem Penser Joch.<br>
Ob man ihn von Sterzing oder Meran aus fährt, nimmt sich nicht viel. Der einzige Unterschied ist, von Meran aus freut man sich auf den Pass, was die gefühlt ewig lange Anfahrt erträglich macht. Andersrum war ich nur am Fluchen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Der Rückweg von Meran nach Mals war eher tröge, es geht halt nur das Vinschgau hoch, auf einer hoffnungslos überlasteten Straße, bei Temperaturen, die um 18 Uhr auch noch keinen Spaß machen.</p>
<p>Alles in allem war es wieder ein intensiver Motorradtag — morgen ist dafür arbeitsfrei für Kuh, bis auf, dass wir kurz in die Werkstatt müssen, das Bremslicht ist defekt.<br>
Die quietschenden Reifen hinter einem, weil jemand zu spät bremst, gehen einem irgendwann auf die Nerven. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kelle-online.de/sudtirol-2015/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">90</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Sizilien 20014 — II</title>
		<link>https://kelle-online.de/sizilien-20014-ii</link>
					<comments>https://kelle-online.de/sizilien-20014-ii#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2014 08:03:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[italy]]></category>
		<category><![CDATA[motorrad]]></category>
		<category><![CDATA[sizilien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://georgkellner.wordpress.com/?p=18</guid>

					<description><![CDATA[Die Anreise Teil 1 Wir trafen uns gegen 16 Uhr an der Fahrschule, tranken noch einen Kaffee und die große Reise ging los. Das Verladen der Moppeds war für 17:15 bis 17:30 angesetzt, der Zug sollte um 18:36 abfahren. Auf dem Weg nach Hildesheim erwischte uns eine kleine Regenschauer, wahrscheinlich eine Erinnerung daran, mein Visier mal zu putzen, sonst gab es nichts erwähnenswertes auf den 50 Kilometern.. Die Moppeds waren dann schnell verladen, man hat ja inzwischen Erfahrung, und wir...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/sizilien-20014-ii">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anreise Teil 1</p>
<p>Wir trafen uns gegen 16 Uhr an der Fahrschule, tranken noch einen Kaffee und die große Reise ging los.<br>
Das Verladen der Moppeds war für 17:15 bis 17:30 angesetzt, der Zug sollte um 18:36 abfahren.<br>
Auf dem Weg nach Hildesheim erwischte uns eine kleine Regenschauer, wahrscheinlich eine Erinnerung daran, mein Visier mal zu putzen, sonst gab es nichts erwähnenswertes auf den 50 Kilometern..<br>
Die Moppeds waren dann schnell verladen, man hat ja inzwischen Erfahrung, und wir stiefelten zum Bahnsteig.<br>
Der Verlademeister hatte schon durchblicken lassen, dass der Zug etwas Verspätung hat, Details kannte er zu diesem Zeitpunkt aber keine.<br>
Also überraschte mich die Anzeige mit den 60 Minuten Verspätung nicht wirklich, was ich aber nicht wusste, es würde die Rekordverspätung in meinem 16jährigen Daseins als Bahncard-Kunde werden.<br>
Die angekündigte Verspätung schwankte zwischen 60 und 45 Minuten, dann wurden auf einmal 90 Minuten angezeigt. Als wir dann bei 105 Minuten waren kam die Durchsage, dass sich der Zug auf unbestimmte Zeit verspäten würde, und wir uns doch wieder zum Verladeterminal begeben sollten, dort wird es mehr Infos geben.<br>
Gut, Klamotten anziehen, Rücksäcke schultern und wieder zurück.<br>
Der Verlademeister ließ gruselige Sachen verlauten: Der Zug steht in Bad Bevensen mit technischem Defekt an einem Autowagon, der Notfallmanager ist vor Ort, eine Wagenmeister ist auf dem Weg, ausführliche Infos gegen 21 Uhr.<br>
Notfallmanager klingt nicht nur blöd, nein, wenn der raus muss, ist der technische Defekt mehr als kaputte Glühlampe oder eine nicht richtig justierte Klimaanlage. Dieser Notfallmanager entscheidet dann auch über das weitere Vorgehen, im schlimmsten Fall wird der Zug vor Ort stillgelegt. Sicherheit geht bei der Bahn nun vor Pünktlichkeit, was zwar in dem Falle einer Urlaubsfahrt zwar mächtig nervig ist, aber als Bahnkunde weiß man es über die Jahre zu schätzen.<br>
Gegen 21 Uhr gab es die Info, dass es keine neuen Infos gibt, dafür aber Fressgutscheine über 20 € pro Nase.<br>
Und nun wurde es spannend:<br>
Kunde Dumpfbacke schwebte unter der Decke zu den beiden DB Angestellten: Ich möchte sofort mein Motorrad wiederhaben, nein, ich unterschreib dafür keine Haftungsfreistellung, das ist Freiheitsberaubung – ich bin gegangen, so viel Dummheit tut weh.<br>
Die Frage, wie er denn rückwärts an Kuh und Kälbchen vorbei kommen wolle, habe ich mir erspart.<br>
Vor dem Terminal trafen sich dann die Experten, die meinten, wenn da ne Bremse nicht will, kann man die doch für die Achse stilllegen und weiterfahren. So mögen diese Experten vielleicht ihre Autos reparieren, bei der Eisenbahn steht da nen Bündel von Sicherheitsvorschriften davor.<br>
Einer wusste dann auch zu berichten, dass die junge Generation keine Entscheidungen mehr fällen kann, und er hätte ja bis 72 gearbeitet, aber die junge Generation…<br>
Echter Hackfressenalarm.</p>
<p>Irgendwann kam dann die Info, dass es auf alle Fälle weitergehen wird, nur die Frage des wann ist ungeklärt.<br>
Das war der Startschuss zum Sturm auf die benachbarte Tankstelle, Geld wurde gegen Alkoholika und Bockwürste eingetauscht und das große Warten begann.</p>
<p>Es dürfte 22:30 Uhr gewesen sein, als die Durchsage kam: Der Autozug verspätet sich um 360 Minuten. REKORD!!!<br>
Also Abfahrt gegen 00:30 Uhr.<br>
Ankunft in Innsbruck – ungewiss.<br>
Erreichen der Fähre in Genua – ungewiss.<br>
Reicht das Bier bis zur Abfahrt (die Tanke hatte schon zu) – ganz gewiss. Wenigstens etwas. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Gegen 0:30 Uhr fuhr dann tatsächlich der Zug ein.<br>
Uns fielen erst mal die Fahrgäste entgegen, der Fahrzeuge auf dem beschädigten Autowagon standen. Dieser wurde in Hildesheim ausrangiert, für die Gäste war in Hildesheim das Ende der Reise erreicht. Die waren vielleicht mies gelaunt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Wir fanden unser Abteil, machten es uns gerade gemütlich, stand ein Ehepaar 60+ in der Tür, sie hätten dieses Abteil zur alleinigen Benutzung gebucht. Ja, wir auch, hier ist Wagen 252, bitte weitergehen.<br>
Nein, wir sind im richtigen Wagen.<br>
Also Fahrkarten verglichen. Wir waren natürlich richtig. Wie man allerdings Plätze 102/103 mit 21/22 verwechseln kann, was das Paar gemacht hat, bleibt mir schleierhaft – ich dachte, ich war angetrunken. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Dann begann das große rangieren:<br>
Den Zug aus Hamburg trennen, den defekten Wagon rausziehen, die Hildesheimer Wagons anhängen, den Rest vom Hamburger Zug auch noch hintendran und dann ging es gegen 2:00 Uhr los.</p>
<p>Kurz vor sieben wurden wir unsanft aus dem Schlaf gerissen:<br>
Der Zug endet gegen 8:30 Uhr in München-Ost, eine Weiterfahrt an die ursprünglichen Zielorte ist wegen der hohen Verspätung quasi nicht mehr zu realisieren oder würde zu noch mehr Verspätung führen.<br>
Sämtlich anfallende Kosten (Vignetten, Sprit …) erstattet DB Autozug.</p>
<p>DAS macht wach.</p>
<p>Sämtlich vorhandene Navis wurden befragt, wie man von München nach Genua kommt, wie lange das dauert, ob es zur Fähre reicht.</p>
<p>Wir entschieden uns dann für die Route von München durchs Allgäu über Lindau, Chur, den San Bernadino, Lago Maggiore, Mailand nach Genua. Ca. 650 Kilometer, 6:30 h Fahrzeit, drei Stunden Reserve für Pausen und Eventualitäten, die Fähre sollten wir schaffen.</p>
<p>Gegen 9:30 Uhr waren unsere Moppeds vom Zug und es ging los. Mit München haben wir zum ersten Mal eine Stadt erlebt, die tatsächlich den Stadtring noch besser mit Baustellen dicht machen kann als Braunschweig. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Die Fahrt nach Genua verlief recht entspannt, am Bernadino kam sogar so etwas wie Fahrspaß auf, obwohl wir die Ausbaustrecke mit Tunnel genutzt haben, nicht die Altstrecke und den Pass selbst, aber wir hatten ja ne Fähre zu erreichen.</p>
<p>Unsere Planung mit Strecke und Pausen ging hervorragend auf, wir erreichten das Fährterminal um 18:15 Uhr, eingecheckt, alles wird gut. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Beim Verladen stellte ich dann fest, dass italienisch, von hinten hinterhergebrüllt und durch einen Sturzhelm wahrgenommen nicht zu den mir verständlichen Sprachen gehört. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Irgendwo auf dem großen Platz vor der Fähre stand ein Einweiser und gestikulierte wild in alle Richtung. Die vier Moppeds vor uns, drei davon 12er GSen, fuhren los, er winkte mir zu, also fuhr ich hinterher. Als ich an der Figur vorbei war, fing das Gezeter an, auf anhalten hatte ich keinen Bock, war ja eingewiesen, also ab aufs Schiff.<br>
Dort vermisste ich dann Sabine, obwohl sie ja eben noch hinter mir war.<br>
Wir fanden auf Deck sieben wieder zusammen, wo mir dann auch das italienisch, von hinten gebrüllt und durch den Helm wahrgenommen von Ihr übersetzt wurde. Ich sollte nicht den anderen hinterherfahren sondern auf ein anderes Deck. Naja, so schlimm kann’s nicht gewesen sein, mich hat keiner runter geschickt.<br>
Außerdem mag ich Kuh lieber bei drei anderen GSen stehen lassen, als wie das arme Kälbchen, was neben Harleys angebunden wurde. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Nach diesem italienisch Kurs suchten und fanden wir unsere Präsidentensuite – URLAUB!!!</p>
<p>Es gab noch kurz lauwarme Nudeln aus dem Selbstbedienungsrestaurant, dazu ein Bier, und dann ging es ab in Betten, ausgiebig Schlaf nachholen.</p>
<p>Bis zum Sonnenaufgang.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kelle-online.de/sizilien-20014-ii/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">18</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Sizilien 2014</title>
		<link>https://kelle-online.de/sizilien-2014</link>
					<comments>https://kelle-online.de/sizilien-2014#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[GKellner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2014 08:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[italy]]></category>
		<category><![CDATA[motorrad]]></category>
		<category><![CDATA[sizilien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://georgkellner.wordpress.com/2014/09/05/sizilien-2014/</guid>

					<description><![CDATA[Die Vorgeschichte 2013 wollte ich mit einem Kumpel den Stiefel umrunden und dabei auch mal nach Sizilien schauen. Leider war mein Motorrad von dieser Idee nicht so überzeugt und es blieb mit defekter Antriebswelle auf den Weg gen Süden an der Amalfiküste stehen. Im letzten Herbst ging es dann wieder an die Urlaubsplanung für dieses Jahr. Als erstes wurden zwei Tickets für den Autozug Hildesheim — Bozen besorgt, weil nach Italien sollte es wieder gehen. Da ist es nämlich warm....<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://kelle-online.de/sizilien-2014">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Vorgeschichte</strong></p>
<p>2013 wollte ich mit einem Kumpel den Stiefel umrunden und dabei auch mal nach Sizilien schauen. Leider war mein Motorrad von dieser Idee nicht so überzeugt und es blieb mit defekter Antriebswelle auf den Weg gen Süden an der Amalfiküste stehen.</p>
<p>Im letzten Herbst ging es dann wieder an die Urlaubsplanung für dieses Jahr.<br>
Als erstes wurden zwei Tickets für den Autozug Hildesheim — Bozen besorgt, weil nach Italien sollte es wieder gehen. Da ist es nämlich warm. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Anfang November saßen wir dann bei Sabine in der Fahrschule und meditierten darüber, was wir konkret im Urlaub anstellen wollen.<br>
Cinque Terre — Amalfi — Sizilien — warm — Strand<br>
Tante Gugel kannte eine Reederei, die für Geld Fahrzeuge und deren Besitzer von Genua nach Palermo schippert. Die Preisauskunft erschien uns ganz angenehm, die Überfahrt sollte ca. 500 €uronen für zwei Personen und zwei Moppeds kosten.<br>
Gebucht wurde schlussendlich die Präsidentensuite, da diese bei zwei Personen und zwei Fahrzeugen die günstigste Variante des Reisen ist.</p>
<p><strong>Vorbereitung</strong></p>
<p>Sooo viel war eigentlich gar nicht zu tun.<br>
Sabine benötigte noch eine Campingausstattung, ich musste meine Bundeswehr Isomatte gegen eine ordentliche Schlafunterlage ersetzen und zwischendurch teilte uns DB Autozug mit, dass unser Zug doch nicht nach Bozen sondern nur bis nach Innsbruck fährt.<br>
Sabine fluchte über die Zuverlässigkeit der DB, während ich die wildesten Touren über den Alpenhauptkamm nach Genua plante. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>
Zugegeben: Als Bahnkunde bringt mich so ne kleine Fahrplanänderung nicht aus der Ruhe. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Im Juni ging es dann an die Auswahl des Hotels auf Sizilien.<br>
Die Anforderungen sind eigentlich recht simpel:</p>
<ul>
<li>ruhig gelegen</li>
<li>direkt am Sandstrand</li>
<li>bezahlbar</li>
<li>abgeschlossener Parkplatz für unsere Moppeds</li>
</ul>
<p>Abgesehen davon, dass sich die ersten drei Anforderungen quasi gegenseitig widersprechen also kein Problem.<br>
Unsere Wahl fiel dann auf ein Kloster in der Altstadt von <a title="Cefalù" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cefal%C3%B9" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cefalù</a>. Alle vier Punkte wurden erfüllt, dazu noch WLAN und Klimaanlage für die Zimmer, das ganze dann für 40 €uronen pro Nase und Nacht.<br>
Was will man mehr?</p>
<p>Seit Anfang der Woche wurden dann die “richtigen” Vorbereitungen getroffen. Moppeds überprüfen, neue Reifen und Bremsen für die Kuh, die Ausstattung vervollständigen (Adapter, um die Handys am Mopped zu laden, Verbandspäckchen aktualisieren…), Klamotten packen, Bahn- und Fährtickets suchen undsoweiterundsofort.</p>
<p>Und jetzt?<br>
Jetzt ist es zwanzig vor neun, und ich weiß nicht, was ich bis zur Abfahrt nachher gegen 16 Uhr machen soll.<br>
Wahrscheinlich werde ich mir die ganze Zeit nen Kopf machen, was ich alles nicht eingepackt habe. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://kelle-online.de/sizilien-2014/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">11</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
